EMDR

steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was man mit Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen übersetzen kann.

 

Die amerikanische Psychologin Francine Shapiro (1948 - 2019) hat EMDR 1987 entdeckt und entwickelt. Sie fand heraus, dass jeder Mensch die natürliche Fähigkeit besitzt, Informationen zu verarbeiten - man könnte dies auch als lösungsorientiertes Selbstheilungssystem bezeichnen. Auch Erinnerungen an ein (belastendes) Ereignis können dadurch überwunden bzw. aufgelöst werden.

 

Manchmal gelingt diese Informationsverarbeitung jedoch aufgrund der Schwere des Ereignisses nicht oder nicht komplett. EMDR hilft dabei, diesen Verarbeitungsprozess sanft (wieder) in Gang zu bringen, so dass der Betroffene mit seinen traumatischen Erinnerungen in Frieden kommen kann.

 

Obwohl EMDR als effektive Methode bei schweren seelischen Erschütterungen (z.B. Tod eines nahen Angehörigen, Kriegserlebnisse, Flucht, körperliche Gewalt, Naturkatastrophen) zum Einsatz kommt und sogar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt ist, wird es auch bei weitaus weniger belastenden Erfahrungen mit Erfolg eingesetzt:

 

  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • Enttäuschung/Demütigung
  • Unfaire Behandlung, z.B. Mobbing
  • Trennung/Scheidung vom Partner
  • Verlust/Tod des Haustieres
  • Unverarbeitete Trauer
  • Zurückweisung
  • Peinliche Situation
  • Kindheitserlebnisse
  • Unfälle aller Art

etc.

 

EMDR hat sich bewährt als ergänzende Methode im Coachingprozess, kann aber auch gezielt bei "lästigen" Erinnerungen an frühere Ereignisse oder immer wieder gleichen Erfahrungen in der Gegenwart eingesetzt werden.

 

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